von der Zeit — Diamantwörter

Alles ist.

Es hat eine Zeit zum warten und schweigen.

Es hat eine Zeit zum ruhen und schlafen.

Es hat eine Zeit zum weinen und klagen.

Es hat eine Zeit zum gehen und laufen.

Es hat eine Zeit zum kichern und singen.

Alles ist.

Der Job des Lebens ist die Inobhutnahme der eigenen Balance.

über von der Zeit — Diamantwörter

Vollmond

Morgen ist der letzte Vollmond dieses Jahrzehnts. Was verbrenne ich? Noch ist es mir nicht klar. Es sortiert sich vieles neu. Ich sehe Dinge in einem anderen Zusammenhang. Gut und rund und fertig ist dieses Bild noch nicht. Was lasse ich gehen? Loslassen. Das große Thema zu diesem Vollmond.

Loslassen ist immer ein Thema bei Vollmond. Mein Bedürfnis ist da etwas großes loszulassen. Es sind die großen Themen, die mich weiterbringen. Das Radikale. Die Sachen, die mich kotzen lassen. Die Angst überwinden und einfach machen. Nicht zurückschauen. Im Sauerland wird sich einiges an Klarheit finden. Barfuss im Wald. Barfuss auf meiner Wiese, bei meinem Apfelbaum. Ich freue mich darauf. Die Auszeit wird mir gut tun. Verbrennen kann ich auch dort. Noch bin ich nicht so weit meinen Rucksack zu packen, zu entscheiden was ich loslassen möchte. Was ich loslassen kann. Wirklich loslassen kann. Im Kopf ist loslassen einfach. Will ich nicht mehr haben, zack, weg. Emotional sieht die Sache ganz anders aus. Es ist noch ein weiter Weg.

Übergangsmann Teil 2

Den halben Tag schon denke ich über Übergangsmänner und -frauen nach. Meine Wut ist inzwischen verflogen. Mindfuck aufgrund von keine Ahnung, schlechter Tag oder so. Die doofen Gedanken sind weg. Sie waren gestern nachmittag schon wieder weg. Ein Kalbsschnitzel und ein Schwimmbad Besuch haben die Welt schon wieder ganz anders aussehen lassen. Und 5 HTP. Leider ist es so. Das Zeug hält mich am Leben und aus der Depression raus. Raus? Es verhindert, dass ich abstürze. Das trifft es eher.

Irgendwo las ich auf die Frage, wann man bereit ist eine neue Beziehung anzufangen: „…  wenn man so stabil ist, dass man anderen keinen Schaden zufügt durch unüberlegte Aktionen oder ständig wechselndes Verhalten.“ So in etwa. Es ging aber auch darum die Verantwortung dafür zu übernehmen, wenn dem nicht so ist. Sprich: Nichts mit irgendwem anzufangen, wenn man für nichts garantieren kann. Letztlich geht es darum Vereinbarungen einzuhalten und sich der Verantwortung für den anderen Menschen bewusst zu sein. Im Artikel um die Übergangsfrau las ich etwas über die Pläne, die der Mann so hat. Und wenn das alleine Bergwandern gehen ist, dass man besser weglaufen sollte. Nicht wegen dem Bergwandern. Es ging um den Punkt einfach in seinen Plänen nicht vorzukommen. Als sicheres Indiz dafür, dass es dann in der Realität auch nichts gemeinsames gibt. Diese Männer immer gerne abends und über Nacht verfügbar sind. Andere Dinge dann aber alleine machen. Bergwandern zum Beispiel.

Und stimmt. Auch das hat mich irgendwann krank gemacht. Dieses ständige „Alleine“ machen. Oder mit unterschiedlichen anderen Leuten etwas machen. Gefühlt konnte er sich mit allen treffen, nur mit mir nicht. Undenkbar. Und ja, die Sache mit Bergen habe ich versaut. Wahrscheinlich hätte das genau die Fragen beantwortet, die ich hatte. Wäre einiges klarer geworden. Und doch hätte ich nicht gekonnt. Danach wäre ich mind. 2 Wochen ein Totalausfall gewesen. Gerade kann ich einfach nicht. Es wäre der Funke, der das Ölfass auf dem ich sitze, zur Explosion gebracht hätte.

Interessant ist, was der Artikel zum psychischen Schaden den Übergangsfrau davon trägt, zu sagen hat. Ich weiß, dass es hochgradig unfair wäre, ihm die Schuld dafür zu geben, dass es mir so dreckig geht. Daran sind viele, viele Faktoren beteiligt, die nichts mit ihm zu tun haben. Das Muster der Selbstzweifel, usw. Es bleibt. Es war auch bei mir da. Mit Sicherheit hat mir das nicht gut getan. Überhaupt nicht gut getan. Schon viel früher hätte ich daraus meine Konsequenz ziehen müssen. Schon viel früher hätte er die Verantwortung für sein „unfähig sein“ übernehmen müssen. Wir haben es beide verbockt. Keiner hat die Verantwortung übernommen. Ich glaube nicht mal, dass es ihm gut damit geht. Auch wenn er mir das gerne so verkaufen will. Und ich es manchmal sogar gerne glaube, weil es mir hilft wütend zu sein. An manchen Tagen passt es besser in mein Weltbild. An anderen Tagen wünsche ich ihm, dass er wirklich glücklich ist. Ich mag ihn ja und außerdem habe ich überhaupt nichts davon, wenn es ihm auch schlecht geht.

Letztlich getriggert hat mich aber das Thema mit der Verantwortung. Ich habe das jahrelang nicht kapiert und mir eingeredet, dass ich keinen Bock auf Männer habe, weil ich depri bin und einfach alle Scheiße finde. Und halt einfach keinen Bock habe. Ach ja, und einen ziemlichen Schaden. Tatsächlich war es eher diese Übergangsgeschichte. Ich wollte nie wieder jemanden zu einem „Übergangsmann“ machen. Nie wieder mit jemandem „zusammen sein“, wenn ich schon wusste, dass er „es“ nicht ist. Was auch immer „es“ meint. Aber diesem jemand, der gar nicht weiß, dass er es nicht ist, gegenüber ist es einfach unfair. Ich will so nicht behandelt werden, also tue ich es auch anderen nicht an. Ich begebe mich nicht mal in eine kritische Zone. Alles auf Abstand halten. Bloß keinen Fehler machen und jemandem weh tun. Für eine feste Beziehung war ich nicht bereit. Bin ich vielleicht auch heute nicht. Heute kann ich Beziehung anders definieren. Ich habe mein Kind. Das klassische Heiraten, Haus, 2 Kinder Szenario ist weg. Die Realität wird ein anderes Beziehungsmodell sein. Vermutlich eine Patchworkfamilie oder etwas ganz anderes. Es ist ok. Aber es ist schwer das zu vermitteln, was ich mir wirklich vorstelle. An fester Beziehung, die dann doch relativ locker ist. Ich kann mir ja nicht mal selbst erklären, was ich eigentlich will. Oder besser, was geht. Ich bin lange alleine. Wer weiß, ob ich überhaupt noch mal die Kurve bekomme. Nähe zuzulassen fällt mir schwer. Ich brauche meinen Rückzugsort, Zeit für mich. Wenn ich sowas in mein Dating-Profil schreibe, habe ich mich gleich disqualifiziert. Damit schrecke ich jeden ab, der eine feste Beziehung sucht und ziehe Arschlöcher an wie ein Magnet. Und ich bin misstrauisch. Es hat eh keiner wirklich eine Chance….

Es hat tatsächlich bis heute gebraucht, um das Obstwiesenthema zu verstehen. Es ist ja schon lange kein Thema mehr, aber es hat mich eine zeitlang sehr beschäftigt. Beschäftigt, weil es keinen Sinn ergeben hat. Keinen Sinn sich darüber zu freuen, dass man sich in 20 Jahren mit diesem Mann auf einer Obstwiese sitzen sieht und alles prima ist. Keinen Sinn, wenn man den Mann gar nicht will oder, so ist es eigentlich richtiger, nicht weiß, ob man ihn will, weil man ihn letztendlich gar nicht kennt. Und auf den komplizierten Kram irgendwie auch wenig Lust hat. Weil irgendeine Form von Alltag fehlt. Um zu bestätigen (oder eben nicht), dass man kompatibel ist. Ohne gemeinsame Zeit keine Bestätigung. Es ist so einfach. Alles andere wäre Mindfuck. Und trotzdem hat der Gedanke, dass Obstwiese in 20 Jahren sich gut anfühlt, mich ungemein beruhigt. Mir irgendeine Art von Sinnhaftigkeit gegeben. Obwohl ich andererseits so gar keinen Sinn darin gesehen habe.

Heute fällt mir wie Schuppen von den Augen, dass es dabei um die Übergangsmann-Sache ging. Um mehr nicht. Die Obstwiese hat bestätigt, dass er kein Übergangsmann sein kann, wenn ich uns in 20 Jahren auf meiner Obstwiese sitzen sehen kann. Das schließt sich aus. Ein Übergangsmann ist jemand mit dem man sich NIEMALS vorstellen kann in 20 Jahren auf einer Wiese zu sitzen. Das ist ja genau das Problem. Jetzt gerade mag das alles nett sein, aber man weiß von vornherein: Der (oder die) ist es nicht. Weil irgendwas fehlt. Einen Übergangsmann wollte ich nie mehr haben. Und solange ich mir nicht sicher war, ob er in diese Kategorie fällt, hatte ich ein massives Problem mit mir selbst. Die Obstwiese hat es gelöst und das hat mich gefreut. Mehr nicht.

Alles andere ist Kategorie normales Lebensrisiko gewesen. Man lernt jemanden kennen, es funktioniert oder es funktioniert nicht. Wenn es nicht funktioniert, dann merken das in der Regel beide. Und es zeigt sich, ob man es schafft Probleme zu lösen und eine gute Zeit zu haben. Oder halt eben nicht. Es hat aber auch mit Bereitschaft zu tun sich seinen alten Scheiß anzuschauen und hinter sich zu lassen. Ab einem gewissen Alter hat jeder seinen Schlag weg. Jeder ist dafür verantwortlich seinen Scheiß aufzuräumen. Und gemeinsam den gemeinsamen Scheiß aufzuräumen. Verweigert sich einer, geht es nicht weiter. Auch für den anderen nicht. Nur wenn jeder brutal ehrlich zu sich selbst ist, kann er auch anderen gegenüber ehrlich sein. Und nur dann lassen sich Lösungen finden. Alles andere sind faule Kompromisse. Es gibt genau einen Weg, der sich wirklich richtig anfühlt. Der Mindfuck hält davon ab hinzuschauen. Wirklich anzuerkennen, was ich möchte. Bevor das Gefühl wirklich da ist, der Weg klar sichtbar wird, kommt die nervige Mindfuck-Stimme und macht alles kaputt. Tausend selbstgemachte Begrenzungen. Hätte, wäre, wenn. Dabei ist es so schön, wenn der Wunsch erstmal da sein darf. Egal, was es ist. Egal, wie niederträchtig, egoistisch, kindisch, oder… Der Wunsch darf da sein und ich muss mich vor mir selbst weder entschuldigen noch rechtfertigen. Der Wunsch hat auch erstmal keine Konsequenzen. Ich muss ihn nicht mal umsetzen. Aber haben darf ich ihn, den Wunsch. Denn echte Wünsche haben Power. Geschichten haben keine Power.

Mir einzugestehen, dass der Wunsch da ist. Viel mehr als es der Wunsch ist mit ihm zusammen zu sein, ist es der Wunsch weiterzugehen. Endlich wieder zu leben. Sich lebendig zu fühlen, am Leben teilzunehmen. Raus gehen, Dinge unternehmen. Nähe, Sex, Normalität. Als Kontrast zu alleine zu Hause sitzen. Vertrauen in das Leben und andere Menschen statt Angst. All das hänge daran. Ein riesiges großes „dafür muss ich den ganzen alten Scheiß hinter mir lassen“. Der alte Scheiß, das ist meine Angst. Wenn ich den Wunsch zulasse, muss ich die Angst loslassen. Es geht gar nicht anders. Die Angst loszulassen, wenigstens ein bisschen. Die Kontrolle aufzugeben. Es entlastet. Jetzt ist geschehen, was geschehen ist. Aber ich bin nicht dafür verantwortlich. Es ist weder meine Schuld, noch meine Unschuld. Es ist einfach passiert. Punkt.

Das schöne daran ist, dass ich so sogar mit der Übergangsfrau gut umgehen kann. Und auch mit jeglichem Mist auf der Arbeit. Es ist passiert, weil die Dinge so sind, wie sie nun mal sind. Auch gewesen sind. Vorbei. Vergangenheit. Punkt. Dazwischen tausend Geschichten. Vieles tut noch weh. Vieles hat schon so oft weh getan, dass es gar nicht mehr richtig weh tut. Normalität. Ich wusste vorher worauf es hinausläuft. Also, nicht wirklich natürlich. Aber das es zwangsweise in einem Desaster münden muss, war klar erkennbar. Was eigentlich schade ist. Damals schon schade war. Hätte man auch einfach bleiben lassen können. Pause machen vor Monaten schon eine gute Idee. Pause statt weitermachen, aufhören solange noch alles ok ist. Bevor jemand ernsthaft verletzt wird.

Mehr als ernsthaft verletzt. So fühle ich mich. Und trotzdem irgendwie glücklich und zufrieden. Obwohl, oder vielleicht gerade weil, die Dinge so sind, wie sie nun mal sind. Ich hätte es mir wirklich gewünscht, dass es anders kommt. Wir irgendwie die Kurve bekommen und zumindest einen Versuch starten. Einen Versuch herauszufinden, ob wir kompatibel sind. Uns mehr als alle paar Wochen ertragen können. Spaß zusammen haben auch wenn wir nicht im Bett sind. Ich wollte es zumindest ernsthaft versuchen, ohne genau zu wissen wohin der Weg führt. Einfach mal machen und schauen was passiert. Was geht, was geht nicht. Vielleicht zu naiv gedacht, zu verkopft. Aber rational betrachtet, ist es nichts anderes. Rational, der freie Blick von außen. Er fehlt. Festgefahren in alten Mustern, ohne Impuls auszusteigen. Er bewegt sich nicht, auch wenn es von außen so aussieht. Innen drin bewegt sich nichts. 2, 3 fette „komische“ Überzeugungen. Ach, auch egal, was er eigentlich hat. Meine Meinung hat sich nicht geändert. Es braucht Hilfe von außen, ein Coaching. Ohne geht es nicht weiter. Oder zumindest für mich viel zu langsam weiter. Zu viel im Kreis gedrehe. Es macht mir auch mein Leben einfacher. Er geht nicht zum Coach und ich nicht mehr mit ihm ins Bett. Weil ich sonst nur noch weiter verletzt werde. Sein wahres Problem drückt er weg und solange er das tut, wird er immer auch von mir verlangen, dass ich diesen Teil wegdrücke. Ich drücke aber nichts mehr weg. Nie mehr. Basta. Und ich lasse mich auch nicht mehr verletzen. Es geht mir alleine besser. Auch wenn ich lieber Zeit mit ihm hätte.

Übergangsmann

Vielleicht ärgert mich das noch am allermeisten. Ich kann mir nicht mal einen Übergangsmann suchen. Das kann ich seit Jahren nicht. Vor 15 Jahren konnte ich das. Da konnte ich noch darauf Scheißen, ob ich einem anderen Menschen weh tue. Auch darüber habe ich gelesen. Die Dauer-Affären, bei denen er dann plötzlich eine Freundin hat und die Affäre vorbei ist. Mehr als einmal erlebt. In den wenigen Fällen, wo ich noch Kontakt zu den Typen habe, sind sie nicht selten mit dieser Frau inzwischen verheiratet. Ich war diejenige, die sich nicht wirklich binden wollte. Die nicht kapiert hat, das es für den Typen anders war. Tolle Männer habe ich mir entgehen lassen, weil ich nicht bereit war. Und dem ein oder anderen habe ich mit meiner Scheiße richtig weh getan. Und es war mir egal. Weil ich ja selbst verletzt wurde und es dem anderen auch egal war, wie es mir ging. Gleiches Recht für alle.

Nun bin ich diejenige, die so tief in ihrem Moralvorstellungen von richtig und falsch hängt. Die mit dem Verantwortungsbewusstsein. Dem Grundsatz bloß niemals wieder jemanden zu verletzen. Und selbst nie wieder verletzt zu werden. Einen Übergangsmann kann ich mir nicht suchen. Und vor eine richtigen Beziehung habe ich zu viel Angst. Und solange das so ist, werde ich weiter die Übergangsfrau bleiben. Die Frau, die sich von bindungsunfähigen Arschlöchern benutzen lässt. Die, die am Ende leiden wird. Traurig, aber wahr. Es ist ja bereits passiert. Mehrmals. Und ich habe immer noch so wenig verstanden, trage noch so viel anderen Scheiß mit mir rum.

Und ich bin unglaublich wütend auf mich selbst. Und noch viel mehr auf ihn. Ich lese alte Blogs, auch von ihm. Die Geschichte. Es ist so offensichtlich. Das Problem ist so offensichtlich. Auch, wie es sich lösen lässt. Es geht nicht um mich. Es geht nicht darum, dass er zu einem Coach geht und dort rausfindet, dass er bis ans Ende aller Tage mit mir zusammen sein will. Darum geht es nicht, ging es nie. Die eigenen Muster erkennen, rausfinden, was er wirklich will. Jenseits des Schmerzes und der Verletzungen und der Angst. Darum, dass er zu sich selbst findet. Sein Leben auf die Reihe bekommt und glücklich wird. Und danach zu schauen, ob es einen gemeinsamen Nenner gibt, in dem wie wir uns das eigene Leben vorstellen. Und das schöne ist ja, wenn es diesen Nenner nicht gibt, dann macht es gar keinen Sinn. Läuft es sich von ganz alleine tot.

Tot gelaufen hat es sich jetzt auch. Nur fühlt es sich nicht rund an. Nicht aus den richtigen Gründen hat es sich tot gelaufen. Nicht, weil es nicht passte oder nicht schön war oder keinerlei Aussicht auf Erfolg hätte. Das Gegenteil ist der Fall. Nach 1,5 Jahren bleibt das genaue Gegenteil übrig und es ist vollkommen klar, dass es sehr wohl gut funktionieren würde. Aber es setzt voraus, dass er sich bewegt. Bereit ist einen Schritt zurückzutreten und mit Abstand auf sein Leben zu schauen. Aber er tut es nicht. Er verweigert sich. So, wie er selbst 1,5 Jahre auf „Informationen“ sass und nichts getan hat. In der Hoffnung Probleme lösen sich, wenn man sie unter den Teppich kehrt. Gehen weg, wenn man nur nicht hinschaut. Wegschauen führt dazu, dass alles schlimmer wird. Er schaut weg. Es tut weh das zu sehen. Mut hätte ich mir gewünscht. An meinem eigenen habe ich lange gearbeitet.

These days

Oder When it’s over? Streng genommen kann ich nicht mal sagen, ob heute überhaupt ein 3 Doors down Tag ist. Oder eher ein 5FDP Tag oder ein Tag an dem ich einfach irgendwas kaputt schlagen sollte? Ich bin aufgewacht und hatte schon die Wut. Es wird nicht besser.

Dieser Übergangsfrauen-Mist hat mir nicht gut getan. Und natürlich (danke Google!) habe ich heute zig neue Vorschläge auf dem Handy, die sich mit Übergangsfrauen und Arschlochmännern beschäftigen. Dazu gestern ein langes Gespräch mit meinem besten Kumpel. Er wollte ein Update der letzten Monate und dazu gibt es natürlich dann auch eine Stellungnahme.

Vielleicht bin ich auch einfach nur so Scheiße drauf, weil ich gestern zu viel in irgendwelchen Kontaktbörsen gesucht habe. Auf 99 Vollpfosten kommt 1 Vernüftiger. Nach Aktenlage vernünftig. Das was da steht ist vermutlich aber auch einfach gelogen. Fremdgänger, die ihre Hochzeitsfotos als Profilbild nutzen (Frau natürlich rausgeschnitten), unglaublich viele Typen, die irgendwelchen kranken Scheiß suchen. Gefühlt haben 80% der Profile NS und/oder KV zum Inhalt. Die übrigen 20% suchen belastbare Frauen oder haben einen ernst zunehmenden anderen Schaden. In den normalen Kontaktbörsen ist es ähnlich mau. Typen mit Hansi66 als Nick, die angeben 43 zu sein und eine Sammlung an Oberkörperfotos, die nicht schlecht waren, aber eben auch der Beweis sind für 10 Jahre beim Alter weggemogelt. Was dort gesucht wird: Was für’s Bett oder eine Übergangsfrau, alternativ eine Mama. Aber nichts vernünftiges.

Irgendwas habe ich in einer alten Mail gesucht. Und dann ist da diese Nachricht: „Wenn Du den Kontakt abbrechen würdest, ich würde nicht trauern.“ Diese Sätze, in denen ich eine ach so wichtige alte Freundin bin. Nur um mir kurz darauf zu erklären, dass im Moment nur enge Freunde und Familie zählen und ich quasi raus bin. Gott, ich merke, dass ich so unglaublich verletzt bin, dass ich nur noch reinschlagen möchte. Nein, ich will kein vernünftiges Gespräch führen. Ich will nicht mal überhaupt ein Gespräch führen. Eigentlich will ich nur, dass er aus meinem Leben verschwindet und heute wünsche ich ihm darüber hinaus auch noch, dass es ihm dabei möglichst Scheiße geht. Es ist über ein Jahr her. Er hätte es alles einfach beenden können. Vor allem gab es keinen Grund, überhaupt keinen Grund, mir im Sommer eine Geschichte zu erzählen. So fühlt es sich an. Ein Lügenmärchen, genau das was ich in dem Moment hören wollte. Warum? Weil ich keine Unterwäsche trug und er scharf war. Also hat er mir das erzählt, was ich hören wollte und dafür das bekommen, was er wollte. Wollte. Das was man von der Übergangsfrau wohl so will. Bestätigung dafür, dass man es im Bett noch bringt. Für die Frauenwelt noch interessant ist. Und Rache. Eine Frau hat mir weh getan, jetzt tue ich einfach einer anderen Frau weh. Und ich bin nicht mal schuld daran. Ich habe sie ja gewarnt.

Es ist zum Kotzen. Ja, ich war schon mal an dem Punkt, wo ich nicht mal mehr „Freunde“ sein wollte. Wo ich, 15 Jahre später, sagen muss: Ich habe mich in einem Menschen getäuscht und mit einem Menschen, der so mit anderen Menschen umgeht, möchte ich nicht befreundet sein. Ich habe es als albern verworfen. Nun ist es wieder zurück. Mit einem Menschen, der eine solche Persönlichkeit hat, möchte ich nichts zu tun haben. So wenig Selbstverantwortung und so viel Egoismus. Alte Mails lesen hilft nicht. Wieder ist da der Gedanke: Warum ich? Warum nicht einfach irgendeine Tussi? Warum musst Du eine Freundschaft damit kaputt machen? Warum ausgerechnet die Freundin aussuchen, die die allergrößte Scheiße mit Männern überhaupt hinter sich hat? Warum hat er im Sommer nicht einfach gesagt, was los ist? Warum mir ein Märchen erzählt? So tun als ob wir uns jetzt plötzlich regelmäßig sehen und alles anders wird. Ich weiß warum er es getan hat. Er wollte vögeln. Und hätte er etwas anderes gesagt, hatte er Sorge, dass es dazu nicht kommt. Niederträchtiges Verhalten. Vollkommen auf den eigenen Vorteil bedacht. Egal, wie es anderen Menschen dabei geht. Egoistisch und Scheiße.

Danke dafür. Es zeigt wieder schön, wie die Welt in Wahrheit tickt. Das auf andere Menschen kein Verlass ist. Man niemandem vertrauen kann. Beim nächsten Mal werde ich meine schwache Seite einfach wieder gut verstecken und dafür sorgen, dass ich diejenige bin, die am längeren Hebel sitzt. Weh tun, statt weh getan bekommen.

Übergangsfrau

In der Brigitte lese ich einen Bericht über die „Übergangsfrau“. Viel abgedroschener, alter Scheiß, aber auch ein paar neue Aspekte. Dinge, an die ich bei dem Thema nicht gedacht hätte. Es gibt zwei Passagen, die mich anspringen. Meine Geschichte und ich frage mich. Nee, ich frage nicht, ob das wirklich so ist. Nicht länger offensichtliches wegdiskutieren. Die Übergangsfrau, die einfach zum falschen Zeitpunkt erscheint. Und nur einen Zweck erfüllt. Und dabei leidet.

Und ich habe mich tatsächlich gefragt, schon viel früher gefragt: Bin ich jetzt die zum trösten? Und den Gedanken wieder verworfen. Ich wollte mir ja selbst nichts kaputt machen, nicht das schlechte sehen. Und dabei habe ich an manchen Stellen einfach die Augen verschlossen und so getan als ob es nicht da wäre. Interessant ist auch die Frage, warum genau die andere ihn eigentlich nicht mehr haben wollte. Und ob der Mann verstanden hat, warum das alles passiert ist.

Ich bin also eine Übergangsfrau. Mein Ego hat damit ein Problem. In mir drin passiert gar nichts. Es fühlt sich nicht mal doof an. Ich wusste es und es hat vorher weh getan. Das ist lange her, lange vorbei. Nun lese ich quasi die Zusammenfassung und ärgere mich über mich selbst. Was eigentlich auch doof ist, denn ich habe längst eine andere Schublade gewählt und will überhaupt keine Umsortiererei starten. Auch wenn ich Redebedarf habe. Der Gedanke, dass ich nächstes Wochenende im Sauerland bin. Barfuß im Wald. Der eine Teil möchte gerne 3 h barfuß mit ihm durch den Wald laufen, danach Dinge in andere Schubladen stopfen und weitermachen, egal wie. Offene Fragen beantworten, damit es rund ist. Der andere Teil will gar nichts mehr rund machen, sondern einfach möglichst viel Gras über die Sache wachsen lassen. Der braucht auch keine Antworten mehr.

Was mir wirklich gut tun würde? Ich habe kein Gefühl dafür. Barfuß im Wald wird gut sein. Es bringt mich runter und zu mir selbst. Der Gedanke, ob ich ihn fragen sollte, ob er vorbei kommt, ist da und geht nicht weg. Aber es ist der Gedanke „ob, ich fragen sollte“. Ich weiß nicht, ob ich es vorschlagen soll. Weil ich nicht weiß, ob ich selbst überhaupt noch etwas zu klären habe. Sind diese Antworten wirklich wichtig für mich oder machen sie mir eher neue Fragen? Wird es dadurch besser oder fängt der ganze Scheiß dann einfach nur von vorne an? Bin ich überhaupt bereit für eine Antwort? Oder höre ich nur das, was in mein Weltbild passt? Vor allem aber habe ich einfach Angst wieder verletzt zu werden. Verletzt hat er mich genug. Oft ohne es zu merken. Rücksichtslos sich selbst gegenüber und hart. Die gleiche Härte gegenüber anderen Personen. Klar, wenn man selbst nichts fühlt, ist es vielleicht schwer vorstellbar, was in anderen Menschen passiert. Andere Menschen, die noch Gefühle haben. Es ist müssig. Nächstes Wochenende fahre ich. Bis dahin werde ich eine Entscheidung getroffen haben. Wenn nicht, dann ist auch das eine Entscheidung und es wird richtig sein. Egal, wie.

 

Einfach machen

Jo, einfach machen. Die Börse crasht und ich kaufe spontan für 20.000 EUR Aktien. Mit dem Plan noch mal nachzulegen, wenn es weiter crasht. 12 h später schalte ich mein Gehirn wieder ein. Jetzt schiebe ich Panik und lese hektisch Marktberichte und zweifle an mir selbst.

Seit bald 20 Jahren bin ich an der Börse aktiv. Vermutlich habe ich in dieser Zeit ungefähr so viel an Blasen verloren, wie ich durch andere Blasen gewonnen habe. Was ich gelernt habe? Berichte lesen bringt nichts. Es ist Psychologie und Glück. Es gibt sichere Investments. Aber auch die stürzen bei einer Blase ab. Auch meine geliebten Siemens Aktien haben in 20 Jahren von 120 EUR bis 29 EUR alles gesehen. Ich habe gehalten und mich über Dividende gefreut. Popelige Beträge bei meinem Kleininvestment. Aber, es waren zumindest regelmäßige Erträge und in % p.a. mehr als ich auf Festgeld bekommen hätte. Dazu habe ich eine Hoffnung auf Kurssteigerung (vernünftige Firmen haben einen Fairen Wert) bei vertretbarem Risiko.

Gelernt habe ich, dass es auf den Zeitpunkt des Einstieges ankommt. Das ist die alles entscheidende Größe. Günstig einsteigen. Wenn gerade mal wieder abgestraft wurde für irgendwas. VW nach dem Dieselskandal. Schade, dass ich damals kaum Geld hatte. Es war ein sicheres Investment mit 5% jährlicher Div-Rendite.

Ich habe mir gewünscht zum Verkauf meiner Wohnung günstige Marktbedingungen vorzufinden. Aber der Markt schien schon recht teuer und ich hatte Angst. Gut 20% habe ich mir entgehen lassen. Durch Blödheit eigentlich nur. Blödheit aufgrund von Angst. Lieber Geld auf der Bank verrotten lassen als irgendein Risiko einzugehen. Ja, ich habe Lehrgeld bezahlt mit kleinen Beträgen. Und eigentlich bin ich überzeugt, dass mein Plan diesmal aufgeht. Es ist Jahresende. Strafzinsen stehen an. Wohin sollen Unternehmen und Reiche ihre Milliarden packen? Rendite gibt es nur für Aktien und Immobilien. Die Börse wird weiter steigen, es kann gar nicht anders sein.

Sei mutig, wenn andere Angst haben. Und habe Angst, wenn andere mutig sind. Momentan ist es die Phase 1. Ich habe es nur zu lange nicht gecheckt. Trump hin oder her. Es wird weitergehen. Der große Crash kommt später. Wie viel später wird sich zeigen.

Scheiß auf das Geld. Es geht darum Dinge zu tun. Nicht zurückzublicken. Ich habe eine Entscheidung getroffen. Mein Chef würde meine Beweggründe für diese Entscheidung vermutlich als wenig fundiert bezeichnen. Ich finde meine Anlageentscheidung absolut ok. Abgestrafte Dax-Werte, Nachhaltigkeit, Wasser, Ecotech, Immobilien.

Ich rechtfertige mich vor mir selbst. Ich bin niemandem Rechenschaft schuldig. Ich muss nicht mal jemandem erzählen, wenn ich verkacken sollte. Wenn. Warum sollte ich verkacken. Gott, ich hasse meine Angst. Dieses ständige Gefühl, dass Dinge schief gehen könnten und ich mich rechtfertigen muss. Letzte Woche habe ich einen blöden Satz in einem Skype gesagt. Ich drehe immer noch durch. Wegen einer Kleinigkeit. Alle haben sich längst wieder eingekriegt. Aber mir geht es immer noch schlecht damit. Es ist alles nur mein Mindfuck. Meine Angst. Angst, die Mindfuck auslöst.

Eigentlich geht es um etwas anderes. Einfach machen. Vorher ganz gut nachdenken, aber dann machen. Und nicht mehr nachdenken. Nicht zweifeln, keine Angst haben. Vertrauen, dass es gut gehen wird. Egal, was dabei herauskommt. An der Börse werde ich vielleicht nicht reich, aber ich muss auch nicht arm werden. Das sprichwörtliche blaue Auge. Das gilt im Job. Dort muss ich nicht der Top Performer sein. Ich kann auch das Schlusslicht sein und es ist ok. Es bestimmt nicht meinen Wert.

Auch das Thema Mann ließe sich so viel leichter angehen. Ohne dieses alles oder nichts Gefühl. Das Gefühl alles in die Waagschale zu werfen. Roulett spielen. Alles oder nichts. Die Realität ist so nicht. Es ist nicht wie im Casino, wo es Geld oder kein Geld gibt. Eher wie auf dem Markt. Jedes Gemüse hat seinen Preis, aber eben auch einen Wert. Und unabhängig davon, lässt sich selbst aus dem ekligsten Gemüse mit guten anderen Zutaten was leckeres kochen. Es kommt auf das Wollen an. Nur das zählt. Manches Gemüse macht es leicht, anderes schwerer. Möglich ist beides. Gemüse, Männer, Job, Geld, Kind. Wenn ich will, dann geht es. Wollen, das hängt an einem Ziel. Habe ich ein Ziel vor Augen, finde ich einen Weg. Habe ich 2 Ziele, die in unterschiedlichen Richtungen liegen, dann drehe ich mich im Kreis. Mal hin, mal her. Eins vor, 2 zurück, 3 zur Seite. Deshalb habe ich auch meine Stunden nicht reduziert. Weil ich das CPQ-Tool machen will. Und das Hedging Projekt und ein SAP Modul einführen. Gleichzeitig will ich eine gute Mutter sein, die mehr zu Hause ist. Eine gute Hausfrau. Meine Putzfrau kommt bald nur noch alle 2 Wochen. Es geht nicht und es bricht gerade alles zusammen. Und ich lasse es laufen, weil ich Superkräfte habe. Ich bin am Ende. Aber am Ende entwickle ich immer unmenschliche Kräfte. Der Crash kommt. Weihnachten wird zeigen, was ich gelernt habe. Zeigen, was wirklich wichtig für mich ist. Es wird anders sein, als ich es mir jetzt vorstelle. Ich habe Hoffnung und Angst. Es wird weh tun. Weh tun hinzuschauen, was ich alles nicht habe. Bewusst den Fokus zu verändern auf das was ich habe. Darüber froh zu sein statt traurig über das, was nicht ist. Über das was fehlt.

Nähe fehlt. Es ist das, was ich mir nicht selbst geben kann. Nicht in der Form, wie ich es mir wünsche. Ein anderer Mensch. Klar, muss ich auch die Nähe zu mir suchen. Mir selbst genügen. Das Fehlen eines anderen Menschen darf mich nicht in die Krise stürzen. Tut es auch nicht. Ich bin weiter als ich es jemals war. Trotzdem fehlt diese Nähe. Ich bin nicht für das Alleine sein gemacht. Das bin nicht ich. Entspricht nicht meiner Persönlichkeit. 2 sind zu wenig. Wir können nicht mal anständig ein Gesellschaftsspiel spielen. Haben wir dicke Luft, schweigen wir uns beim Essen an. Ist Besuch da, kann ich mein Kind einfach ignorieren. Spätestens nach 2 min hält er es nicht mehr aus und beteiligt sich am Tischgespräch. Jeder wahrt sein Gesicht und der Streit ist vom Tisch. Scheiße, warum ist das alles so verfahren bei uns? Ich könnte eine Runde „einfach“ in meinem Leben gebrauchen.

Hätte, hätte

Fahrradkette. Viel davon schleicht sich ein. Hätte ich mal früher gefragt. Mal früher nachgedacht. Warum bist Du so ängstlich, Oma? Ich hätte es gleich fragen können statt 10 Jahre gegen ihre Angst zu rebellieren. Mich zu rechtfertigen. Mich verunsichern zu lassen. Mich aufzuregen darüber, dass sie so ist wie sie ist. Kompliziert.

Sie erzählt mir von ihren Träumen. Ihr ganzen Leben habe sie noch nie etwas schönes geträumt. Ich frage sie nach dem Krieg. Sie erzählt von ihren Eltern. Und dann eine Geschichte, warum sie sich ja gar nicht beschweren darf. Sie hat kein Recht einen Schaden zu haben. Sie wurde ja nicht aus irgendwelchen Trümmern gezerrt oder das eigene Haus bombardiert. Seit über 70 Jahren lebt sie damit, dass ihre Angst nicht da sein darf. Weil es anderen viel schlimmer ergangen ist. Sie es ja irgendwie noch gut hatte…

Davon, dass sie in einem früheren Leben als Hexe verbrannt wurde. Es ist der Gedanke, den ich mein Leben lang in mir trage. Ja, ich bin als Hexe verbrannt worden und habe auch den Krieg erlebt. Oder überträgt sie das alles nur auf mich? Es ist müssig darüber nachzudenken. Ich bin schon wieder bei ihr. Wie ich ihr helfen kann. Nicht bei mir. Bei mir und dem, was ich aus meiner Familiengeschichte mache. Lasse ich mich „in den Wahnsinn treiben“ von meiner Oma und meiner Mama? Oder bleibe ich bei mir? Ich habe alle Möglichkeiten und kein Interesse daran wahnsinnig zu werden.

Wahnsinnig bin ich schon. Mein Kind geht seit 2 Tagen nicht zur Schule. Heute war das Jugendamt hier. Eine Erziehungshilfe haben wir schon bewilligt bekommen. Nun ging es um seine konkreten Probleme, seine Wünsche für die Zukunft. Dinge bewegen sich. Am Wochenende wäre ich beinahe mit ihm in die Klinik gefahren. Der Moment in dem Mama kapituliert und sagt: Das Kind ist krank, es gehört in ein Krankenhaus. Ich kann es nicht mehr aushalten. Er macht mich krank. Ich mache ihn krank. Einen Ausweg finden wir nicht.

Währenddessen schreibt mir mein IT-Entwickler eine Whats App. So lange hatten wir keinen Kontakt, ich musste länger über die mysteriöse Nachricht von Unbekannt grübeln, bevor ich wusste, wer da schreibt. Schnell waren wir beim Thema „Kind“, schnell war klar, dass wir uns treffen müssen. Er mir die Geschichte seine Tochter erzählen muss. Tagesklinik, Medikamente. Jetzt hat er abgesagt. Ich bin froh darüber. Die Idee sich unter der Woche bei X Flaschen Wein über solch schwere Themen auszutauschen. In Verbindung mit der schläft auf meiner Couch. Es ist für meinen Geschmack schon wieder zu viel. Warum weiß ich selbst nicht. Die Realität ist deutlich weniger kompliziert als das was als unterschwelliger, konfuser Film mitschwingt.

Klar, wir haben immer ein bisschen geflirtet, aber es war nie ernsthaft, nicht mal ernsthaftes flirten. Nicht wirklich mein Typ. Außerdem vergeben. Schon vor Jahren haben wir uns mal im Spaß gefragt, wer von uns beiden wohl schneller „bäh, mag ich nicht mehr“ sagen würde. Als Notanker für „wir sind total voll und sentimental“ führt er 30 kg Gewichtszunahme an. Er hat Recht, es ist vollkommen harmlos. Und dem Thema angemessener sich persönlich zu treffen als 3 Mrd Whats app darüber zu schreiben. Und auch die Idee mit ihm und seinen Leuten mal einen lustigen Abend in einer Metal-Kneipe zu verbringen und einfach Spaß zu haben, finde ich großartig. Irgendwas daran macht mir Angst und es ist nicht er. Zu kompliziert für mein Leben ist das Gefühl. Zu anstrengend. Aber was ist objektiv betrachtet anstrengend daran? Und was kompliziert?

Davon ganz abgesehen. Ich will überhaupt nicht. Nicht mal mit 30 kg weniger. Das merke ich, wenn ich mir den „worst case“ vorstelle. Worst case. Ich habe auch einen Schaden. Für mich gibt es das gar nicht. Für mich hat gar nichts eine Konsequenz, höchstens Kater vom Saufen. Wenn irgendjemand sich keinen Kopf machen braucht, dann ich. Nein, wir werden nicht mal knutschen. Auch wenn ich noch so hacke und liebesbedürftig bin. Warum ich mir so sicher bin? Weil ich mit jemand anderem knutschen will. Weil ich einen bestimmten Körper vor Augen habe, wenn ich an Sex denke.

Was tragisch ist. Ich habe gute Gründe, warum ich mit diesem Körper keinen Sex mehr haben will. Haben sollte. Und es wäre besser, wenn ich gar kein Bedürfnis mehr hätte mit ihm zu knutschen. Wäre, hätte, wenn. Bedürfnis. Habe ich wirklich das Bedürfnis? Im Moment eigentlich nicht. Momentan bin ich fertig und ausgelutscht und einfach durch. Jemand der mich im Arm hält, während ich schlafe. Das würde schon reichen. Er fehlt mir. Teile von unserem Kontakt fehlen mir. Andere fehlen mir nicht. Manches sehe ich heute anders. Es fällt schwer zu akzeptieren, wie alles gekommen ist. Und macht mich immer noch traurig. Das Leben geht weiter. Ich lebe es so wenig, wie ich es vorher getan habe. Ich werde damit aufhören. Vom alleine sein kann keine Lebensfreude kommen. Es führt kein Weg daran vorbei: Ich muss aus meiner Komfortzone raus und mich dem Leben wieder stellen. Einfach machen.

Fülle

„Alle meine Bedürfnisse werden jetzt und immer vollkommen erfüllt.“
Das gefällt mir 🙂

Seelenliebe

Bild: S. Hahner

Ein neuer Fluss von Unterstützung kommt jetzt auf Dich zu. Bitte die Engel, Dir zu helfen, Ängste vor Mangel loszulassen, damit Du diese Fülle genießen kannst. Deine Engelboten kündigen einen Strom der Fülle an, der jetzt auf Dich zukommt. Die Quelle aller Fülle ist Gott, und auf irgendeiner Ebene hast Du darauf vertraut, dass der Schöpfer Deine Bedürfnisse erfüllen würde. Dein Vertrauen, selbst wenn es minimal war, hat die Fülle ausgelöst, die sich jetzt für Dich manifestiert. Behalte Dein Vertrauen bei, da es für einen ständigen Fluss materieller, psychologischer, emotionaler, spiritueller und intellektueller Unterstützung sorgen wird. Eine wunderbare Affirmation, um Dir zu helfen, im ständigen Strom der Fülle der zu bleiben, lautet: Ich akzeptiere liebevoll alles Gute in meinem Leben. Alle meine Bedürfnisse werden jetzt und immer vollkommen erfüllt.

Ursprünglichen Post anzeigen

Loslassen

Auch das sind wieder wahre Worte….

Seelenliebe

Loslassen

Lasse los und erlaube den Engeln, Dir zu helfen. Alles, was Du loslässt, wird entweder durch etwas Besseres ersetzt oder wird geheilt zu Dir zurückkehren. Wenn Du eisern an einem Teil Deines Lebens festhältst, der nicht mehr funktioniert, kann kein Raum für Heilung entstehen. Ob Du nun in Deinem Liebesleben unglücklich bist oder im Bereich von Finanzen, Karriere, Heim oder Gesundheit – diese Karte fordert Dich auf, loszulassen. Wenn Du an diesen Aspekten Deines Lebens festhältst, weil Du Dich zum Beispiel angstvoll fragst: Was ist, wenn ich niemand anderen oder nichts Besseres finden kann? Dann wird sich die Situation nur weiter verschlimmern. Wenn Du jedoch bereit bist, die Hände zu öffnen und die Problematik zuzulassen, wird eine von zwei Möglichkeiten eintreten: Entweder wird das Problem verschwinden und durch etwas Besseres ersetzt oder es wird auf wunderbare Weise zu einer Heilung kommen. Wenn Du diese Karte ziehst, wirst Du von den…

Ursprünglichen Post anzeigen 32 weitere Wörter